27.6.10

Sonnenfinsternis und Fußballweltmeister

Der 11. Juli 2010 ist für Millionen Menschen ein besonderer Tag. Um 20:30 MESZ werden sich in Johannesburg die Finalisten der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft gegenüberstehen und um den Weltmeistertitel kämpfen.
Auf der Osterinsel heißt es dagegen Ra’a. Ra’a, so heißt die Sonne in Rapanui. Fast zeitgleich mit dem Finale der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika wird sich auf der anderen Seite der Erde bei einer mit Spannung erwarteten totalen Sonnenfinsternis der glühende Lebensspender für mehrere Minuten komplett verdunkeln.
Am Sonntag, den 11. Juli 2010, beginnt die totale Sonnenfinsternis um 19:09.6 Uhr MESZ (17:09.6 Uhr UT) weit östlich der Fidschi-Inseln mitten im Südpazifik. Eine gute Stunde später, um 20:15.3 Uhr MESZ, trifft erstmals der Kernschatten des Mondes nordöstlich von Neuseeland auf die Erdoberfläche, wo er gegen 20:20 Uhr MESZ die südlichen Cook-Inseln mit Mangaia für 3 Minuten 15 Sekunden verfinstert. Auch auf der Osterinsel ist die Eclipse zu bewundern. Dort beträgt die Totalität 4 Minuten und 50 Sekunden, wobei der dort 186 Kilometer breite Kernschatten die ganze Insel erfasst.
Die Totalität endet kurz nach Erreichen des südlichen Chile und Argentinien gegen 22:08 Uhr MESZ. Der Halbschatten des Mondes erzeugt hier eine partielle Sonnenfinsternis, die bei guten Wetterbedingungen auch im südlichen Südamerika sichtbar sein dürfte. Kurz vor Sonnenuntergang erreicht der Mondkernschatten um 22:51.6 Uhr MESZ noch Patagonien auf einer Breite von 183 km. Die totale Finsternis ist hier aber bloß noch während 2 Minuten 45 Sekunden bei sehr tiefem Sonnenstand zu sehen.
Quelle: http://latina-press.com/lateinamerika/chile

8.6.10

Moais werden elektronisch unsterblich

Wissenschaftler der HCU Hamburg erhalten Moais per Scan





Gemeinsam mit dem Deutsches Archäologisches Institut und der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen in Bonn haben die Wissenschaftler 
Prof. Thomas P. Kersten, Dipl.-Ing. Klaus Mechelke und Dipl.-Ing. Maren Lindstaedt alle wieder aufgerichteten monumentalen rituellen Plattformen (Ahu) und ihre Statuen (Moai) in den Jahren 2007 bis 2010 im Rahmen einer jeweils jährlich mehrere Wochen stattfindenden deutschen archäologischen Expedition durch terrestrisches Laserscanning systematisch erfasst und dokumentiert.


Die Expedition ist eine Kooperation zwischen der Geomatik der HafenCity Universität Hamburg (HCU) und dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in Bonn. Langfristiges Ziel des Projektes ist die Dokumentation aller Kolossalfiguren, die in zunehmendem Maße durch Verwitterung oder durch tierische und menschliche Einwirkung beschädigt werden und somit gefährdet sind. Alle relevanten Daten werden dafür in einem Geoinformationssystem zusammengefasst.

Zusätzlich werden mögliche Veränderungen ausgewählter Figuren durch Verwitterung analysiert, wobei in ersten Untersuchungen keine signifikanten Änderungen für den kurzen Zeitabstand von drei Jahren ermittelt werden konnten. Die Aufnahme der Statuen und der archäologischen Grabungs- und Fundplätze werden in den nächsten Jahren systematisch fortgeführt.



Quelle: http://www.hcu-hamburg.de/bachelor/geomatik/labore/labor-fuer-photogrammetrie-laserscanning/rapa-nui/

7.6.10

Ulmer siegt im Marathon 2010

Am 6. Juni fand auf der Osterinsel der alljährliche Marathonlauf statt. Sieger im "Halbmarathon" wurde der Ulmer Karl Heinz Harter.

Foto: Josef W. Schmid

2.6.10

Nachfahrin der Roggeveens auf der Osterinsel

Mijke Roggeveen besuchte die Osterinsel





Im Mai 2010 konnte die Osterinsel einen ganz besonderen Gast begrüßen. Mijke Roggeveen, die jetzt in Wisconsin (USA) lebt, verbrachte eine Woche Urlaub auf Rapa Nui. Sie ist eine Multi-Ur-Enkelin ihres Großvaters Jan Roggeveen, dem Bruder des europäischen Entdeckers der Osterinsel im Jahr 1722, Jacob Roggeveen. Jan Roggeveen war damals auch mit an Bord der Schiffe Arend, Thienhoven und Afrikaansche Galei.

Mit Mijke Roggeveen sprach der Schweizer Peter Naef, der seit drei Jahren auf der Osterinsel lebt.

Von wem hast Du die Informationen über Deine Vorfahren erhalten?
Meine Großmutter hat unsere Familiengeschichte aufgearbeitet. Ich weiß auch, dass ursprünglich der Vater von Jan und Jacob, Arent auf Forschungsreise gehen wollte. Damals hatten sich zahlreiche Seefahrer auf die Suche nach dem unbekannten Südland begeben.

Wie kam Deine Familie in die USA?
Mein Urgroßvater war Kapitän der Holland-American-Line (HAL) Schifffahrtsgesellschaft und sein Sohn Leonhard arbeitete im New Yorker Büro. Meine Großmutter korrespondierte mit Leonard Roggeveen und von ihm erhielt sie die Informationen über unsere Familie. Wir haben aber heute noch Verwandte in Holland.

Wie reagieren die Inselbewohner, wenn sie erfahren, von wem Du abstammst?
Diejenigen, denen Jacob Roggeveen ein Begriff ist, sind sehr freundlich zu uns, doch für viele ist die Vergangenheit weit weg und sie interessiert das nicht, was ich auch verstehen kann.

Besitzt Du ein Bild von Jacob und Jan?
Bedauerlicher Weise nicht, aber mit dem Besuch der Osterinsel ging für mich und meine zwei Söhne, die auch mit sind, ein Traum in Erfüllung. Wir sind auch die einzigen aus der Familie, die bisher die Insel besucht haben.

Was bedeutet Dir Ostern?
Das Fest erinnert mich unter anderem daran, einen berühmten Entdecker in unserer Familie zu haben – ein cooles Gefühl.

Mehr über Roggeveens Reise ist bei "Osterinsel-Freunde.de" unter „Geschichte“ und dem Jahr 1722 zu finden.